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Mit MEtherm 51 bietet MELAG einen leistungsstarken mildalkalischen Reiniger zur Lösung von Protein- und Fettrückständen für die Aufbereitung der Instrumente im Thermodesinfektor MELAtherm 10. Die besondere Reinigungsleistung von MEtherm 51 als materialverträglichem Reiniger, wird durch die Kombination von Tensiden und Enzymen erreicht. Gleichzeitig minimiert das optimal auf MELAtherm abgestimmte Prozessmedium die Entstehung von Belägen auf den Instrumenten und der Waschkammer.
Ein Neutralisator auf Zitronensäure- oder Phosphorsäurebasis gleicht durch den niedrigen pH-Wert die Alkalität aus der Reinigungsphase aus. Die Neutralisation und das anschließende Zwischenspülen der Instrumente im RDG bzw. Thermodesinfektor maximiert das Reinigungsergebnis und beseitigt die Restchemikalien.
Für den dentalen, ophthalmologischen und ophthalmo-chirurgischen Bereich, ist MEtherm 55 auf Zitronensäurebasis ein besonders materialverträglicher Neutralisator. Für die Fachbereiche der Gynäkolokgie, HNO, Chirurgie und Podologie löst MEtherm 56 auf Phosphorsäurebasis zuverlässig säurelösliche Ablagerungen an den Instrumenten. Die Neutralisatoren der MEtherm Serie schützen die Instrumente und beugen effektiv Belagsbildung vor.
Die thermische Desinfektion semikritischer und kritischer Instrumente erfolgt, nach einer Zwischenspülung mit klarem Wasser, bei 90 °C und 5 Minuten Haltezeit. Durch die Kombination von Temperatur und Zeit wird der bei der thermischen Desinfektion besonders wichtige A0-Wert von mindestens 3.000 erreicht. Der A0-Wert bildet einen Maßstab für die Abtötung von Mikroorganismen in Desinfektionsverfahren mit feuchter Hitze.
Alle Programme des MELAtherm 10 und MELAtherm 10 Evolution RDG sind so gestaltet, dass Ressourcen und Energie gespart werden, gleichzeitig der Wunsch nach kurzen Betriebszeiten und besten Reinigungsergebnissen zuverlässig erfüllt wird. Bereits während der Aufheizphase für die Desinfektion wird der pH-neutrale MEtherm 61 Klarspüler hinzugegeben, um die Qualität der Trocknungsergebnisse optimal zu unterstützen.
Die aktive Außen- und Innentrocknung schützt die Instrumente und spart Zeit im Aufbereitungsprozess. Die Raumluft wird mit Hilfe eines HEPA-Filters von Mikroorganismen befreit und in die Waschkammer des Thermodesinfektors zur Trocknung der Instrumente geführt. Die Instrumente stehen nach der Reinigung und Desinfektion somit trocken und handwarm zur Verfügung. Bei englumigen Hohlkörperinstrumenten, wie beispielsweise Hand- und Winkelstücken, Endoskopen oder speziellen ophthalmologischen Instrumenten, sollte auf Grund der Komplexität eine zusätzliche manuelle Nachtrocknung gemäß Herstellervorgaben erfolgen.
Im Vergleich zu vielen anderen Thermodesinfektoren am Markt ist diese so wichtige Funktion serienmäßig ohne Aufpreis im MELAtherm 10 integriert. Denn die aktive Trocknung von MELAtherm sichert den Werterhalt: Korrosion, Beschädigung und Fleckenbildung auf den Instrumenten werden vermieden.
Ein Thermodesinfektor, auch Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) genannt, ist ein automatisiertes Gerät zur maschinellen Aufbereitung von Medizinprodukten. Seine Aufgabe besteht darin, Instrumente standardisiert zu reinigen, zu spülen, zu thermisch desinfizieren und anschließend zu trocknen – und das in einem geschlossenen, kontrollierten Prozess.
Im Gegensatz zur manuellen Aufbereitung, die fehleranfällig und hygienisch riskant sein kann, arbeitet ein RDG mit reproduzierbaren, validierbaren Programmen. Dadurch werden unsichere Arbeitsschritte wie manuelles Bürsten oder Desinfizieren durch einen normgerechten, dokumentierbaren Prozess ersetzt. Die thermische Desinfektion erfolgt dabei durch eine definierte Temperatur über eine bestimmte Zeit, wodurch Keime zuverlässig reduziert werden.
Ein RDG trägt somit maßgeblich zur Sicherheit, Qualität und Effizienz in der Instrumentenaufbereitung bei: Es schützt das Personal vor Kontamination, erhöht die Prozesssicherheit, standardisiert die Aufbereitung und schafft die Voraussetzung für eine anschließende erfolgreiche Sterilisation im Autoklaven.
Neben den bereits vorgestellten Vorteilen der maschinellen Reinigung und Desinfektion wird der Einsatz eines RDGs auch gesetzlich gefordert. Die rechtliche Verbindlichkeit ergibt sich aus der Medizinprodukte-Betreiberverordnung in Verbindung mit der RKI-Empfehlung. Die folgenden Auszüge geben Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen:
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (Kapitel 2.2.2 Reinigung, Desinfektion, Spülung und Trocknung): „Den thermischen Verfahren in Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDG) ist wegen der zuverlässigeren Wirksamkeit […] der Vorrang vor chemischen und chemo-thermischen Desinfektionsverfahren zu geben.“
Der gesetzliche Fokus wird besonders auf die Aufbereitung von „kritisch B“ Medizinprodukten gelegt. Der komplexe Instrumentenaufbau und das sensible Anwendungsgebiet führt dazu, dass das RKI sogar die maschinelle Aufbereitung mit einem Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) grundsätzlich fordert.
Zudem werden durch den Einsatz eines Reinigungs- und Desinfektionsgerätes (RDG) zur Instrumentenaufbereitung auch die Anforderungen an den Arbeitsschutz erfüllt. Die technische Regel für biologische Arbeitsstoffe TRBA 250 unterstreicht diese Forderung:
„Die Desinfektion und Reinigung der Instrumente sollte vorzugsweise im geschlossenen System eines Automaten erfolgen, um Verletzungs- und Kontaminationsgefahren zu minimieren und um die Beschäftigten vor Kontakt mit dem Desinfektionsmittel zu schützen. Dabei sollte ein vorheriges Umpacken der verschmutzten Instrumente durch organisatorische und technische Maßnahmen vermieden werden.“
Die aktive Trocknung von MELAtherm 10 und MELAtherm 10 Evolution gewährleistet, dass die Instrumente nach der Reinigung und Desinfektion trocken und handwarm zur Verfügung stehen. Eine aktive Trocknung schützt somit das Instrumentarium vor Korrosion und Beschädigung. Mit Hilfe des Klarspülers wird zusätzlich ein fleckenfreies Trocknungsergebnis auf den Instrumenten und in der Waschkammer erreicht.
Gleichzeitig erzielt eine aktive Trocknung einen erheblichen Zeit- und Arbeitsvorteil in der Praxis. Denn im Vergleich zu Wettbewerbsgeräten ohne aktive Trocknung stehen die Instrumente direkt nach Programmende zur weiteren Aufbereitung bzw. Anwendung bereit - aufwendiges manuelles Nachtrocknen z.B. mit einem Tuch entfällt. Die Trockenheit der Instrumente ist besonders für den Verpackungsprozess essentiell. Denn das Verpacken der Instrumente in Sterilisierfolie setzt trockene Medizinprodukte voraus.
Auch die Empfehlung des Robert Koch Institutes unterstreicht den Vorteil einer aktiven Trocknung: „Die Schlussspülung und Trocknung muss unter Bedingungen erfolgen, die eine Rekontamination der desinfizierten Medizinprodukte ausschließen. Die Verwendung von medizinischer Druckluft zur Trocknung wird diesbezüglich auf Grund ihrer guten und raschen Wirkung empfohlen.“ Durch einen integrierten HEPA-Filter in MELAtherm 10 und MELatherm 10 Evolution wird das Instrumentarium auch nach der erfolgreichen Reinigung und Desinfektion vor Re-Kontamination geschützt.
Um in der Praxis oder Klinik eine maximale Prozesssicherheit- und Effizienz zu erreichen, ist die so wichtige aktive Trocknung bereits ohne Aufpreis in den Thermodesinfektoren der MELAtherm 10 Serie enthalten.
Bei der Auswahl des richtigen Reinigungs- und Desinfektionsgerätes (RDG) wird die Größe (Volumen) der Aufbereitungskammer selten in den Vordergrund der Entscheidung gestellt.
Dennoch bietet die richtige Aufbereitungskammer eine wichtige Basis für die Reinigung und Desinfektion: Die praxisoptimierte Aufbereitungskammer von MELAtherm 10 und MELAtherm 10 Evolution sichert schnelle Betriebszeiten in Verbindung mit geringen Verbräuchen. Pro Zyklus verursachen MELAG Thermodesinfektoren lediglich Kosten für Strom, Wasser und Prozessmedien in Höhe von ca. 1,10 €.
Mit über 80 Zubehörartikeln kann die praxisoptimierte Aufbereitungskammer von MELAtherm 10 und MELAtherm 10 Evolution gleichzeitig auf alle individuellen Wünsche einer Arzt- und Zahnarztpraxis abgestimmt werden. Das Flexkorb-System ermöglicht sogar die Stapelung der Einsatzgestelle auf zwei Ebenen. Somit arbeiten viele Praxen und Kliniken mit bis zu 100 Patienten am Tag mit MELAtherm. Überzeugen Sie sich selbst in unserer Rubrik „Referenzen“ oder in unserem Fakten-Check Video von der Beladungskapazität des MELAG Thermodesinfektors.
Thermodesinfektoren mit größeren Kammern sind nicht nur deutlich langsamer und verursachen höhere Zykluskosten, sondern werden in der Praxis nicht effizient beladen. Wir würden uns deshalb freuen, wenn Sie uns zusammen mit Ihrem Fachhändler in die Beratung mit einbeziehen, um für Sie die passende Beladung Ihres MELAG Thermodesinfektors zu konfigurieren. Den Ansprechpartner in Ihrer Region finden Sie hier. Unser fachkundiges Vertriebsteam entwickelt gemeinsam mit Ihnen einen auf Sie zugeschnittenen Workflow der Instrumentenaufbereitung.
Die Reinigung und Desinfektion mit einem MELAG Thermodesinfektor ist das sicherste und effizienteste Verfahren zur Aufbereitung Ihrer wertvollen Instrumente. Bereits über 15.000 Praxen und Kliniken profitieren weltweit von den einzigartigen Produkt-Highlights des MELAtherm 10 mit aktiver Trocknung, integrierter Prozessmedienaufnahme und Dokumentation.
Zusätzlich zu den bewährten Produkt-Highlights überzeugt der Thermodesinfektor MELAtherm 10 Evolution mit Innovationen für eine noch effizientere Instrumentenaufbereitung:
Die AquaBoost Technologie des MELAtherm 10 Evolution ermöglicht mit einem doppelten Spüldruck bis zu 44 % bessere Reinigungsergebnisse. Die erhöhte Leistung sichert auch die Reinigung und Desinfektion von noch mehr Instrumenten. Bereiten Sie bis zu 23 Handstücke mit Hilfe des Injektorkorbs Flex 1 im neuen MELAG Thermodesinfektor auf.
Das große Smart-Touch Display bietet höchsten Bedienkomfort. Fragen z.B. zur Beladung, Programmwahl oder zum Austausch der Prozessmedien werden dem Praxisteam direkt mit Video-Tutorials auf dem Smart-Touch Display beantwortet. Auch die Chargenfreigabe ProControl erfolgt jetzt schnell und papierlos am Thermodesinfektor. Sie können somit semikritische Instrumente direkt nach der maschinellen Aufbereitung freigeben und erneut am Patienten einsetzen.
Mit der neuen MELAconnect App greifen Sie auf das volle Potenzial des MELAtherm 10 Evolution und der MELAG Systemlösung zurück. Sie können den Gerätestatus und Programmfortschritt einfach per Remote Monitoring auf Ihrem Smartphone und Tablet abrufen. Mit der integrierten Seal Check Funktion, dem Media Center und Troubleshooting Tool bieten wir Ihnen smarte Workflows zur Instrumentenaufbereitung.
Das kompakte Gerätekonzept der Thermosesinfektoren MELAtherm 10 und MELAtherm 10 Evolution sichert die platzsparende Installation im Aufbereitungsraum. Denn die aktive Trocknung, das Dosiermodul, die Prozessmedien und die Dokumentationsschnittstellen sind bereits im Gerät enthalten. MELAtherm kann mit einem Standardeinbaumaß (Breite: 60 cm, Höhe: 82 cm, Tiefe: 60 cm) in jede Schrankzeile integriert werden.
Beide Thermodesinfektoren der MELAtherm 10 Serie stehen in zwei Varianten zur Auswahl: Die Variante MELAtherm 10 „DTA“ sichert schnellste Zykluszeiten durch den Anschluss an 400 Volt Starkstrom. Falls in einer Praxis kein Starkstrom-Anschluss vorhanden ist, bietet die MELAtherm „DTB“ Variante die passende Alternative für eine 230 Volt Steckdose. Der Reinigungs- und Desinfektionsprozess mit einem DTB-Gerät in der 230 Volt Variante verlängert sich um lediglich ca. 15 Minuten.
Zusätzlich benötigt ein Thermodesinfektor einen Wasseranschluss. Im Gegensatz zum Autoklaven kann ein Thermodesinfektor auch nur mit Leitungswasser betrieben werden. Die Installationsvoraussetzungen umfassen somit einen Kaltwasser- und Abwasseranschluss.
Die von uns empfohlene Wasseraufbereitungsanlage MELAdem 53 ermöglicht eine bedeutende Prozessoptimierung. Durch die MELAdem 53 erfolgt die wichtige Schlussspülung mit demineralisiertem Wasser zum Schutz und zur Pflege der Instrumente. Fleckenbildung und Oberflächenveränderung des Instrumentariums bei stark mineralhaltigem Leitungswasser werden somit zuverlässig verhindert. Die MELAdem 53 als Ionenaustauscher-Anlage mit besonders hoher Kapazität kann neben Thermodesinfektoren auch weitere Geräte im Aufbereitungsraum wie z.B. Autoklaven mit qualitativ hochwertigem VE-Wasser versorgen.
Semikritische Medizinprodukte sind Instrumente, die lediglich mit Schleimhaut oder krankhaft veränderter Haut in Berührung kommen. Die Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erlaubt den direkten Wiedereinsatz semikritischer Instrumente, nachdem diese im Thermodesinfektor / RDG mit validierten Prozessen gereinigt und thermisch desinfiziert wurden.
Bitte kontrollieren Sie die semikritischen Instrumente durch eine Sicht- und Funktionsprüfung. Anschließend dokumentieren Sie die Freigabe mit einem entsprechenden Formular entweder manuell oder unter Verwendung einer Freigabesoftware, wie zum Beispiel MELAtrace.
Die Dokumentations- und Freigabesoftware MELAtrace erfüllt alle Anforderungen: Viele Arzt- und Zahnarztpraxen schätzen die intuitive Benutzeroberfläche außerordentlich! Die Software kann die Prozesse aller MELAG Geräte, die in Ihrer Praxis im Aufbereitungsraum eingesetzt werden, ohne weitere Lizenz- oder Signaturgebühren verarbeiten. Sie bildet somit den schnellsten und einfachsten Weg für die rechtssichere Dokumentation des Aufbereitungsprozesses.
Neben der regelmäßigen Wartung durch geschulte Service-Techniker können auch Sie mit Instandhaltungsmaßnahmen zur Qualitätssicherung des Thermodesinfektors / RDGs beitragen.
Die tägliche Kontrolle des Grob- und Feinsiebs in der Waschkammer schützt den Wasserkreislauf des Thermodesinfektors vor Schmutzpartikeln oder heruntergefallenen Kleinteilen. Um Rückstände zu entfernen, können die Siebe mit Hilfe einer Kunststoffbürste unter fließendem Wasser abgespült werden.
Neben der Reinigung der Siebe wird die optische Kontrolle der Türdichtung, der Spülarme und des weiteren Zubehörs empfohlen. Sichtbare Verschmutzungen an der Gerätefront können Sie mit einem geeigneten Flächendesinfektionsmittel wie MELAdes 700 entfernen.
Die Überwachung des Spüldrucks, der Spülarmrotation und weiterer Prozessparameter von MELAtherm 10 und MELAtherm 10 Evolution bietet Ihnen reproduzierbare Reinigungs- und Desinfektionsprozesse.
Die Aufbereitung von Hohlkörperinstrumenten nimmt in der Praxis und Klinik einen immer wichtigeren Stellenwert ein.
Um Hohlkörperinstrumente erfolgreich maschinell aufzubereiten, sollten besonders englumige Instrumente im Vorfeld auf Durchgängigkeit geprüft werden. Durchspülen Sie bitte das Instrument nach der Anwendung mit VE-Wasser. Bereiten Sie nur Hohlkörperinstrumente im Thermodesinfektor / RDG auf, die eine ausreichende und reproduzierbare Durchspülung gewährleisten. Bitte beachten Sie die Herstellerangaben der Instrumente.
Im Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) müssen mit Ausnahme nicht-chirurgischer dentaler Absaugkanülen alle Hohlkörper mit der Injektorschiene des Basiskorbs verbunden sein. MELAG bietet zahlreiche Adapter für die Aufnahme von Hohlkörperinstrumenten verschiedenster Fachrichtungen.
Zahnarztpraxen verfügen über ein breites Spektrum an Instrumenten mit komplexen Hohlkörpern. Zur Adaptierung der ZEG-Spitzen, der Hand- und Winkelstücke und der Turbinen können Sie auf optionale Adapter zurückgreifen. In Kombination mit dem Injektorkorb Flex 1 wird eine maximale Sicherheit und Effizienz bei der Aufbereitung von 6 ZEG-Spitzen erzielt. Chirurgische Absaugkanülen können Sie mit Hilfe der Injektordüsen aufbereiten. Kunststoffsauger mit einem Durchmesser von 11 bis 16 mm können sogar stehend im Instrumentenkorb platziert werden.
Medizinische Fachrichtungen wie die Chirurgie, Orthopädie, Urologie etc. setzen überwiegend Instrumente mit genormten Anschlüssen ein. Mit Hilfe von sogenannten „männlichen“ und „weiblichen“ Luer-Lock-Adaptern werden diese Hohlkörperinstrumente sicher mit der Injektorschiene verbunden. Auch nicht genormte Anschlüsse (z.B. der Arbeitskanal eines Endoskops) können durch den Einsatz einer Spülhülse im Thermodesinfektor adaptiert werden.
Unabhängig von der ärztlichen Fachrichtung erfordern in diesen Bereichen eingesetzte Hohlkörperinstrumente, die einen Innendurchmesser von 0,8 mm unterschreiten, eine Feinfilterung der Waschflotte. Durch die Filterung werden die Instrumente vor Beschädigung geschützt. Das MELAG System bietet für die Filterung verschiedene Lösungen: Je nach Beladungsmuster und Bedarf kann entweder auf eine Keramik- oder Metall-Filterscheibe direkt im Adapter oder auf einen Zentralfilter in der Injektorschiene zurückgegriffen werden.
Der neue Cleanfinity Zentralfilter von MELAG bietet jetzt eine noch wirtschaftlichere Lösung für die sichere Reinigung und Desinfektion der Hohlkörperinstrumente. Mit der innovativen Kontrollanzeige wird die Filterleistung nach jedem Aufbereitungszyklus überprüft. Falls der Stift der Kontrollanzeige nicht auslöst, erfolgt die Reinigung des Filters mit der mitgelieferten Bürste unter fließendem Wasser. Somit verursacht der Cleanfinity Zentralfilter keine Folgekosten für Praxis und Klinik.
Um eine optimale Innenreinigung zu erzielen, verschließen Sie unbenutzte Anschlüsse auf der Injektorschiene. Bitte verwenden Sie dazu die im Lieferumfang enthaltenden Silikon-Verschlusskappen.
Für die maschinelle Reinigung und Desinfektion mit MELAtherm 10 und MELAtherm 10 Evolution empfehlen wir die Prozessmedien der MEtherm Serie. Die Prozessmedien sind speziell auf die Anforderungen der MELAG Thermodesinfektoren abgestimmt und getestet. Dadurch erzielt das Zusammenspiel von MELAtherm und MEtherm maximale Reinigungsergebnisse bei minimalem Verbrauch.
Das MEtherm Sortiment setzt sich dabei aus MEtherm 51, dem mildalkalischen Reiniger, MEtherm 55 Neutralisator auf Zitronensäurebasis bzw. MEtherm 56 auf Phosphorsäurebasis sowie MEtherm 61, dem Klarspüler, zusammen. Die MEtherm Prozessmedien sind für beste Reinigungs- und Trocknungsergebnisse optimal aufeinander abgestimmt. Lernen Sie unsere Prozessmedien mit den entsprechenden Produktvorteilen genauer kennen:
MEtherm 51 ist ein mildalkalischer, enzymatischer und dabei sehr leistungsstarker Reiniger für die maschinelle Instrumentenaufbereitung mit MELAtherm 10 und MELAtherm 10 Evolution. Die besondere Reinigungsleistung sowie die Minimierung der Beläge auf den Instrumenten und der Waschkammer sichert den langfristigen Werterhalt in Ihrer Praxis und Klinik.
Der Neutralisator MEtherm 55 auf Zitronensäurebasis ist für die besonders schonende Neutralisation mit MELAtherm 10 und MELAtherm Evolution geeignet. Durch die besondere Materialverträglichkeit kommt MEtherm 55 besonders bei dentalen Übertragungsinstrumenten sowie bei den speziellen Instrumenten der ophthalmologischen und ophthalmo-chirurgischen Praxis und Klinik zur Anwendung. Denn der Neutralisator auf Zitronensäurebasis beugt der Entstehung von Ablagerungen an Instrumenten und RDG vor, dabei optimiert MEtherm 55 gleichzeitig das Reinigungsergebnis.
Der Neutralisator MEtherm 56 auf Phosphorsäurebasis wird für die besonders effektive Aufbereitung von Medizinprodukten aus den Fachbereichen Gynäkologie, HNO und Chirurgie eingesetzt. MEtherm 56 löst zuverlässig säurelösliche Ablagerungen wie Kalk und beugt effektiv Belagsbildungen an den Instrumenten und Thermodesinfektor vor.
MEtherm 61 ist ein flüssiger Klarspüler für die maschinelle Instrumentenaufbereitung mit MELAtherm 10 und MELAtherm 10 Evolution. Mit der Verwendung von MEtherm 61 wird eine fleckenfreie Trocknung des Instrumentariums im Thermodesinfektor unterstützt. MEtherm 61 ist hierbei pH-neutral und besonders materialverträglich.
Mit der Anwendung der MELAG Prozessmedien verbessern Sie den Werterhalt der Instrumente, erhöhen die Sicherheit in der Instrumentenaufbereitung und sparen Geld durch die geringe Dosierung. Profitieren Sie von unseren abgestimmten Lösungen für die Instrumentenaufbereitung. Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Rubrik „MEtherm Prozessmedien“.
Für Thermodesinfektoren bzw. Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDG) gelten klare, international anerkannte Normen und Leitlinien, die Anforderungen an Aufbau, Funktion, Prozessführung und Validierung definieren.
Die zentrale Norm ist die EN ISO 15883, die in mehreren Teilen relevante Vorgaben enthält:
EN ISO 15883-1: Allgemeine Anforderungen für RDG, grundlegende Sicherheitsanforderungen und Prüfmethoden.
EN ISO 15883-2: Spezifische Anforderungen an RDG für chirurgische Instrumente, Anästhesieutensilien u. a.
EN ISO 15883-5: Prüf- und Referenzhandbücher, die praxisnahe Testmethoden zur Leistungsüberprüfung beschreiben.
Diese Normen legen fest, wie ein RDG konstruiert sein muss, welche Prozessparameter zu erreichen sind, wie Reinigung und Desinfektion geprüft werden und welche Dokumentationspflichten bestehen.
Ergänzend gelten in Deutschland die RKI-/BfArM-Empfehlungen zur Aufbereitung von Medizinprodukten. Sie beschreiben grundlegende hygienische Anforderungen, Anforderungen an Validierung, Personalqualifikation, Prozessüberwachung und Risikobewertung. Für Betreiber von RDG sind diese Empfehlungen de facto verbindlich, da sie als Stand der Wissenschaft anerkannt sind und bei Prüfungen und Audits zugrunde gelegt werden.
Darüber hinaus sind die Herstellerangaben stets verbindlich. Sie definieren zulässige Beladungsmuster, geeignete Reinigungsmittel und Programme sowie Wartungs- und Prüfvorgaben. Abweichungen davon können die Prozesswirksamkeit beeinträchtigen und die Validität des gesamten Aufbereitungsprozesses gefährden.
Der A0-Wert ist eine zentrale Kennzahl der thermischen Desinfektion und beschreibt die Desinfektionsleistung in Abhängigkeit von Temperatur und Einwirkzeit. Er dient dazu, unterschiedliche Temperatur-Zeit-Kombinationen vergleichbar zu machen und sicherzustellen, dass ein definierter hygienischer Standard erreicht wird.
Mathematisch betrachtet gibt der A0-Wert an, welchen „Keimabtötungseffekt“ ein thermisches Desinfektionsverfahren besitzt. Je höher die Temperatur oder je länger die Einwirkzeit, desto höher der erreichbare A0-Wert. Er ist somit ein objektives Maß dafür, wie wirksam der thermische Desinfektionsschritt im RDG ist.
In der Praxis erreichen RDG-Programme typischerweise A0-Werte von ≥ 3.000, je nach Risikoklasse der aufzubereitenden Medizinprodukte und den Vorgaben der Normen bzw. Hersteller. Manche Programme arbeiten sogar mit deutlich höheren Werten, wenn besondere hygienische Anforderungen bestehen.
Eine manuelle Vorreinigung ist in vielen Fällen sinnvoll, aber sie ersetzt nicht die maschinelle, validierte Hauptreinigung im RDG. Ziel der Vorreinigung ist es, grobe Verunreinigungen unmittelbar nach der Anwendung zu entfernen, damit Blut, Gewebe oder Sekrete nicht antrocknen und die spätere maschinelle Aufbereitung beeinträchtigen.
Dazu gehört vor allem:
Sofortiges Entfernen von Grobschmutz, z. B. durch Abwischen oder vorsichtiges Vorwässern.
Das Einlegen in feuchte Halterungssysteme oder Vorweiche-Lösungen, um ein Antrocknen zu verhindern.
Optional der Einsatz eines Ultraschallbads, insbesondere bei komplexen Instrumenten oder innenliegenden Strukturen.
Die eigentliche, normgerechte und validierte Hauptreinigung und Desinfektion übernimmt jedoch der Thermodesinfektor (RDG). Nur der RDG bietet einen reproduzierbaren, dokumentierbaren Prozess mit definierten Parametern für Reinigung, Spülung, thermische Desinfektion und Trocknung.
Für die maschinelle Aufbereitung im RDG kommt eine abgestimmte Kombination aus Reinigungs- und Spülchemikalien zum Einsatz, die eine wirksame, materialschonende und reproduzierbare Aufbereitung gewährleistet. Dabei werden je nach Instrumentenmaterial, Verschmutzungsgrad und Wasserqualität alkalische oder neutrale Reiniger verwendet: Alkalische Reiniger eignen sich besonders zur Entfernung hartnäckiger organischer Rückstände wie Blut oder Gewebe, während neutrale Reiniger vor allem bei empfindlichen Materialien eingesetzt werden. Im Anschluss folgt ein Neutralisationsmittel, das die alkalischen Reste zuverlässig entfernt und so Korrosionsrisiken minimiert. Ein Klarspülmittel bzw. eine Trocknungshilfe reduziert schließlich die Oberflächenspannung des Wassers, verbessert die Trocknung der Instrumente und verhindert Rückstände oder Flecken.
Die Dosierung dieser Chemikalien erfolgt im RDG vollautomatisch und reproduzierbar – entweder leitfähigkeitsgesteuert, bei der das Gerät anhand der gemessenen Leitfähigkeit die nötige Reinigerkonzentration exakt anpasst, oder über Volumen- bzw. Zeitdosierung, bei der Pumpen definierte Mengen zudosieren. Ergänzend überwachen RDG die Chargenparameter, Füllstände und Dosiermengen, damit jede Aufbereitung unter konstanten Bedingungen abläuft. Auf diese Weise stellen die abgestimmte Chemie und die präzise Dosierung sicher, dass die Reinigung und Desinfektion normgerecht, wirksam und validierbar durchgeführt wird.
Die korrekte Beladung des Reinigungs- und Desinfektionsgeräts ist entscheidend für eine wirksame und validierbare Reinigung und Desinfektion, insbesondere bei komplexen oder innenliegenden Strukturen wie Hohlkörpern. Generell gilt, dass das Reinigungs- und Desinfektionsgerät immer in Übereinstimmung mit den vorgesehenen Wagen, Körben und Instrumentenhaltern beladen wird, da diese eine optimale Positionierung und Wasserführung gewährleisten. Die Instrumente müssen so beladen werden, dass die Sprüharme frei rotieren können und alle Wasserwege frei sind; verstopfte Düsen oder überlappende Instrumente führen zu einer unzureichenden Reinigungsleistung.
Besonders wichtig ist die selektive Aufbereitung bei Hohlkörpern wie Kanülen, Lumen, Winkelstücken oder Handinstrumenten. Sie müssen über Adapter oder spezielle Anschlusssysteme direkt an das Spülsystem des Reinigungs- und Desinfektionsgerätes angeschlossen werden, damit das Innere aktiv gereinigt und gespült wird. Nur so erreicht das Reinigungs- und Desinfektionsmedium zuverlässig die kritischen Innenflächen. Bei Turbinen, Hand- und Winkelstücken sind spezielle Instrumentenhalter oder Antriebssysteme erforderlich, um eine standardisierte Innenreinigung und Trocknung nach den Vorgaben des Geräte- und Instrumentenherstellers zu ermöglichen.
Offene Instrumente müssen geöffnet, zerlegte Teile demontiert und so abgelegt werden, dass alle Oberflächen zugänglich sind. Scharfe oder empfindliche Instrumente benötigen Schutzständer, um Beschädigungen zu vermeiden. Auch Siebe, Kassetten oder Schalen müssen so verwendet werden, dass Wasser leicht abfließen kann und keine Stauplätze entstehen.
Die Trocknung und der Korrosionsschutz sind wesentliche Schritte in der maschinellen Aufbereitung, da selbst kleinste Feuchtigkeitsreste zu Fleckenbildung oder langfristigen Materialschäden führen können. Moderne RDG verfügen über eine aktive Heißlufttrocknung, die Luft mit definierter Temperatur und Volumenstrom durch den Spülraum und – bei angeschlossenen Hohlinstrumenten – auch durch deren Innenräume leitet. Dadurch werden Oberflächen und Lumina zuverlässig getrocknet, sodass keine Restfeuchtigkeit zurückbleibt. Eine entscheidende Rolle spielt außerdem die Wasserqualität: Enthärtetes oder demineralisiertes Wasser im Klarspülprozess verhindert Kalkrückstände, Flecken und korrosive Ablagerungen auf Instrumenten und Oberflächen.
Für Hand- und Winkelstücke, Turbinen oder andere rotierende Instrumente ist zusätzlich eine gezielte Pflege bzw. Ölung erforderlich, da die internen beweglichen Komponenten sonst beschädigt werden könnten. Je nach System erfolgt diese Pflege entweder bereits automatisiert im RDG durch integrierte Pflegeprogramme oder über ein separates, validierbares Pflegegerät, das Ölmenge, Einwirkzeit und Durchfluss kontrolliert. Die Pflege schließt den Korrosionsschutz sinnvoll ab und stellt die Funktionsfähigkeit sensibler Instrumente sicher.
Für kritische und semikritische Medizinprodukte – also Instrumente, die Schleimhaut, Haut oder sterile Körperbereiche berühren – gilt die maschinelle Aufbereitung im RDG als de-facto Standard.
In diesen Empfehlungen wird klar formuliert, dass die maschinelle Reinigung und Desinfektion Vorrang vor der manuellen Aufbereitung hat, da nur sie reproduzierbare, überprüfbare und validierbare Prozesse ermöglicht. Gerade bei komplexen Instrumenten, Hohlkörpern oder höherem Infektionsrisiko ist der Einsatz eines RDG praktisch unverzichtbar, um Normen wie EN ISO 15883 einzuhalten.
Viele Behörden, Hygienefachkräfte und QM-Systeme interpretieren diese Vorgaben so, dass der Einsatz eines RDG in der Praxis verpflichtend ist, sobald entsprechende Instrumente verwendet werden. Auch im Rahmen von Begehungen, Audits oder Zertifizierungen wird die maschinelle Aufbereitung häufig vorausgesetzt.
Die Prozessdokumentation und Rückverfolgbarkeit im RDG ist ein zentraler Bestandteil eines normgerechten und sicheren Aufbereitungsprozesses. Moderne Geräte erfassen alle relevanten Chargenparameter automatisch und legen sie in einem digitalen Protokoll ab. Zu diesen Daten gehören typischerweise die Temperaturverläufe, die A0-Werte, die Chemiedosierung, die verwendeten Programme, eventuelle Fehlermeldungen, die Benutzeridentifikation sowie die Freigabeentscheidung am Ende des Zyklus. Dadurch lässt sich lückenlos nachweisen, dass die Reinigung und Desinfektion normkonform und reproduzierbar durchgeführt wurde.
Über Schnittstellen wie USB, LAN oder WLAN können die Protokolle direkt an eine Praxis- oder Klinik-EDV, ein Aufbereitungsmanagementsystem oder spezielle Dokumentationssoftware übertragen werden. Dadurch wird die manuelle Dokumentation reduziert und die Datensicherheit erhöht. Ergänzend kommen häufig Barcode- oder UDI-Systeme zum Einsatz, mit denen einzelne Instrumente oder Sets eindeutig identifiziert und einer bestimmten Charge zugeordnet werden können. So entsteht ein digitales Tracking: vom gebrauchten Instrument über die maschinelle Aufbereitung bis hin zur Sterilisation und späteren Anwendung am Patienten.
Ein erweitertes Instrumenten-Tracking (Set- oder Einzelinstrumentverfolgung) ermöglicht es zudem, die gesamte Lebens- und Nutzungshistorie eines Instruments abzubilden – einschließlich Wartungszyklen, Reparaturen und Einsatzdokumentation. Damit erfüllt die Prozessdokumentation nicht nur die gesetzlichen und normativen Vorgaben, sondern schafft auch maximale Transparenz, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit für den gesamten Aufbereitungsprozess.
Die Validierung eines RDG umfasst bei der Inbetriebnahme die Schritte IQ, OQ und PQ: Zunächst wird im Rahmen der Installation Qualification (IQ) geprüft, ob das Gerät korrekt installiert wurde und alle technischen Voraussetzungen wie Wasserqualität, Anschlüsse und Dosiersysteme den Vorgaben entsprechen. In der Operational Qualification (OQ) wird anschließend bestätigt, dass das RDG innerhalb der definierten Parameter zuverlässig arbeitet – etwa hinsichtlich Temperaturführung, A0-Werten, Chemiedosierung und Sprüharmfunktion. Die Performance Qualification (PQ) überprüft schließlich unter realen Beladungsbedingungen, ob die Reinigungs- und Desinfektionsleistung tatsächlich wirksam und reproduzierbar ist. Diese Validierung muss regelmäßig durch eine Requalifizierung wiederholt werden, typischerweise jährlich oder immer dann, wenn technische Änderungen, Reparaturen oder Anpassungen von Chemikalien oder Beladungsmustern vorgenommen wurden.
Ergänzend zur Validierung sind Routinekontrollen im täglichen Betrieb erforderlich, um die Prozesssicherheit dauerhaft aufrechtzuerhalten. Dazu gehören Protein- und Blutresttests, die sicherstellen, dass organische Rückstände vollständig entfernt wurden. Ebenso wichtig ist die regelmäßige Kontrolle der Sprüharme, die frei beweglich und frei von Ablagerungen sein müssen, damit Wasser und Reinigungsmittel alle relevanten Oberflächen erreichen. Auch Sieb- und Filtereinheiten müssen regelmäßig gereinigt oder ausgetauscht werden, um eine konstante Spülleistung zu gewährleisten. Darüber hinaus dienen Thermologger-Messungen der Verifizierung, dass die im Gerät angezeigten Temperaturen den tatsächlichen Temperaturen entsprechen und die thermische Desinfektion normgerecht durchgeführt wird.
Für den sicheren und materialschonenden Betrieb eines RDG ist eine geeignete Wasserqualität unverzichtbar. Die Einspeisung erfolgt in der Regel über enthärtetes oder vollentsalztes (VE-)Wasser, abhängig von den Vorgaben des Geräte- und Instrumentenherstellers. Entscheidend sind dabei Parameter wie Leitfähigkeit, Wasserhärte und Chloridgehalt, da sie direkten Einfluss auf Reinigungsleistung, Korrosionsrisiken und Fleckenbildung haben.
Enthärtetes Wasser wird häufig für die Vor- und Hauptreinigung genutzt, da es Kalkablagerungen im Gerät und auf den Instrumenten verhindert. Für die Klarspülung verlangen die meisten Hersteller VE-Wasser, weil es nahezu frei von Salzen und Mineralien ist. Dadurch werden Flecken, Ablagerungen und Materialschäden vermieden – insbesondere bei empfindlichen hochwertigen Instrumenten oder Hohlinstrumenten.
Die Einhaltung der empfohlenen Wasserqualität schützt nicht nur die Instrumente, sondern auch die Maschine selbst: Zu hohe Härte oder hohe Chloridwerte können Korrosion an Edelstahlkomponenten verursachen, die Sprüharme oder Leitungen beeinträchtigen und langfristig zu teuren Reparaturen führen.
Die Planung von Kapazität, Körben und Zykluszeiten ist entscheidend, um den RDG effizient in den Praxisalltag zu integrieren und Engpässe in der Instrumentenaufbereitung zu vermeiden. Zunächst sollte die erwartete Auslastung über den gesamten Arbeitstag betrachtet werden – besonders die Spitzenzeiten, in denen viele Instrumente gleichzeitig zurückkommen. Entscheidend ist die typische Satzgröße, also wie viele Instrumente pro Behandlung anfallen und wie viele Sets parallel aufbereitet werden müssen. Daraus ergibt sich, wie viele Körbe, Adapter und Einsatzwagen benötigt werden, um ohne Wartezeiten arbeiten zu können.
Die Korb- und Beladungskonfiguration sollte so gewählt sein, dass sie zum Instrumentenspektrum der Einrichtung passt: Standardkörbe für Allgemeininstrumente, spezielle Einsätze für Hohlinstrumente, Handstücke oder Kleinteile sowie ausreichend Adapter für innenliegende Strukturen. Wenn eine Praxis stark frequentiert ist oder viele komplexe Instrumente aufbereitet, kann es sinnvoll sein, Parallelgeräte oder zusätzliche Beladungssätze einzuplanen, damit ein RDG während der Aufbereitung gleichzeitig neu beladen werden kann.
Die Zykluszeiten liegen je nach Gerät, Programm und Beladung typischerweise zwischen 30 und 60 Minuten, zuzüglich der Trocknungsphase, die je nach Instrumentenart und Wassermenge weitere Minuten beanspruchen kann. Bei voller Beladung oder stark verschmutzten Instrumenten verlängert sich die Programmdauer entsprechend. Für eine realistische Kapazitätsplanung sollte deshalb immer mit der längsten zu erwartenden Zykluszeit kalkuliert werden.
Nicht alle Materialien sind automatisch RDG-tauglich – deshalb ist die Herstellerfreigabe für jedes Instrument entscheidend. Viele Edelstähle, Hartmetalle und zahlreiche medizinische Kunststoffe sind problemlos für die maschinelle Reinigung und thermische Desinfektion geeignet und werden routinemäßig im RDG aufbereitet. Sie halten die typischen Temperaturen, Chemikalien und Strömungsbedingungen eines validierten RDG-Prozesses gut aus.
Andere Materialien hingegen sind nur eingeschränkt oder gar nicht geeignet. Dazu gehören vor allem Aluminium, insbesondere eloxierte oder weichere Legierungen, da diese durch alkalische Reiniger oder hohe Temperaturen korrodieren, verfärben oder ihre Oberfläche verlieren können. Auch beschichtete Oberflächen – etwa Antihaftbeschichtungen, schwarze oder farbige Oxidschichten oder Speziallackierungen – reagieren empfindlich auf Chemikalien und können sich ablösen oder beschädigt werden, wenn sie nicht ausdrücklich für den RDG freigegeben sind.
Zudem gibt es temperaturempfindliche Komponenten wie bestimmte Kunststoffe, Elastomere, Klebeverbindungen, optische Elemente oder elektrische bzw. mechanische Bauteile von Handstücken. Diese dürfen nur maschinell gereinigt werden, wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt und geeignete Halter oder Programme zur Verfügung stellt.
Ein RDG benötigt regelmäßige, dokumentierte Wartung, um dauerhaft sicher und normkonform zu arbeiten. Zu den wichtigsten Routineaufgaben gehört das Reinigen von Sieben und Filtern, da diese im Betrieb Schmutzpartikel, Biofilme oder Rückstände auffangen. Verstopfte Filter beeinträchtigen die Wasserverteilung und damit die Reinigungsleistung, weshalb ihre Pflege zentral ist. Ebenso sollten die Chemieschläuche und Dosierleitungen regelmäßig auf Dichtheit, Versprödung oder Ablagerungen geprüft werden, damit Reinigungs- und Neutralisationsmittel zuverlässig und in korrekter Konzentration zugeführt werden können.
Auch die Dichtungen im RDG – etwa an Tür, Sprüharmen oder Pumpen – unterliegen natürlichem Verschleiß. Risse oder Verformungen können zu Leckagen, Druckverlust oder fehlerhaften Spülprozessen führen; daher ist ein rechtzeitiger Austausch wichtig. Die Leitfähigkeitssensoren und andere Mess- und Temperaturfühler müssen zudem in regelmäßigen Intervallen kalibriert werden, damit Chemiedosierung, Temperaturführung und Prozessüberwachung präzise und validierbar bleiben.
Neben diesen laufenden Maßnahmen ist eine jährliche Wartung durch den Hersteller oder einen autorisierten Servicetechniker verpflichtend. Dabei werden mechanische, elektrische und hydraulische Systeme überprüft, Verschleißteile ausgetauscht, Dosiereinheiten getestet sowie Funktion und Sicherheit des gesamten Geräts bewertet. Alle Wartungen, Reparaturen und Kalibrierungen müssen vollständig dokumentiert werden, da sie Bestandteil der Qualitäts- und Validierungsnachweise sind.
Ein Ultraschallbad und ein RDG erfüllen unterschiedliche Aufgaben in der Instrumentenaufbereitung – und können sich sinnvoll ergänzen, aber nicht gegenseitig ersetzen.
Ein Ultraschallbad dient in erster Linie der Vorreinigung, insbesondere bei schwer zugänglichen Strukturen, Gelenken, Rillen oder feinen Oberflächen. Die Kavitation löst anhaftende Verschmutzungen sehr effektiv, ersetzt jedoch keinen validierten Reinigungs- und Desinfektionsprozess. Ultraschallbäder bieten weder eine thermische Desinfektion noch eine vollständige, reproduzierbare Prozessüberwachung. Zudem sind sie stark von Beladung, Wasserwechsel, Chemie und Laufzeit abhängig, wodurch die Prozesssicherheit eingeschränkt ist.
Ein RDG (Thermodesinfektor) hingegen bietet einen vollständig automatisierten, validierbaren und dokumentierbaren Prozess, der Reinigung, Spülung, thermische Desinfektion und Trocknung normgerecht abbildet. Er arbeitet mit definierten Parametern, programmierten A0-Werten, kontrollierter Chemiedosierung und digitaler Chargenprotokollierung. Dadurch erreicht ein RDG eine konstante, nachweisbare Aufbereitungsqualität, wie sie von Normen (EN ISO 15883) und Aufsichtsbehörden gefordert wird.